contemporary art
BILD: JENSEITS DER ZEIT Die Luftgängerin zeigt ihr Gesicht nicht. Die Frau hier schon. Doch sie blickt uns nicht an. Sie befindet sich im ewigen Schlaf. Auch dieses Bild hat seine Geschichte. Ein Vater verlor seine acht Monate alte Tochter. Jahr für Jahr feiert er ihren Geburtstag. Wie kann ein Bild ausdrücken, wofür Worte nicht mehr ausreichen? Mit einem konkreten Porträt? Wahrscheinlich nicht. Und doch malte ich dieses Bild – auf der Suche nach einer Form der Erinnerung, die Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet. Aus einem unvorstellbaren Verlust entstand kein dramatisches Bild, sondern ein Gedenken an ein Leben, das nie gelebt werden konnte. Ich male nicht den Schmerz. Ich suche nach einer Form, in der Schmerz verwandelt wird, nicht verleugnet, sondern in etwas Ruhiges und Würdevolles. Ich male den Raum, der entsteht, wenn der Schmerz still geworden ist. BILD: DIE LUFTGÄNGERIN Sie erscheint nicht vollständig. Sie ist gesichtslos. Sie bleibt anonym und wird dadurch eher zum Symbol als zum Porträt. Sie beginnt dort, wo Bewegung auf Stille trifft. Das Bild erzählt von einem inneren Weg, von Erinnerung, Loslassen und der Kraft, sich immer wieder neu zu entfalten. In diesem Raum verschmelzen Figur, Stoff und Farbe zu einer inneren Landschaft. Sichtbares und Unsichtbares begegnen sich. Der fliessende Stoff wird zum Träger von Wandel und Emotion. Das Bild schweigt nicht – es ist still. Es lädt den Betrachter ein, innezuhalten und die eigene Geschichte darin zu entdecken. Dieses Werk entstand vor mehr als drei Jahrzehnten, in einer Zeit tiefgreifender persönlicher Umbrüche. Es begleitete mich viele Jahre in meinem privaten Lebensraum, bevor ich mich entschloss, es erstmals öffentlich zu zeigen. Es erzählt nicht von Verzweiflung, sondern von der stillen Kraft eines Neubeginns.
DIE BILDER SIND ERWACHSEN GEWORDEN, DIE WELT HOLT SIE ZURÜCK. MANCHE MÜSSEN IHRE GESCHICHTE WECHSELN. ALTE BILDER GEFALLEN MIR NICHT MEHR. ALSO AB IN DEN MÜLL? NIEMALS! Früher brauchte ich Begrenzungen. Heute interessiert mich das Fliessende. Deshalb verändere ich alte Bilder – nicht ihre Seele, sondern ihre Sprache. DAS SIEHT AUS WIE EIN ARSCH! Ein einziger Satz hat dieses Gemälde komplett verändert. Manchmal zerstört ein fremder Blick ein Bild. Manchmal befreit er es. Ein Bild darf sich verändern. Genau wie der Mensch, der es geschaffen hat. Als ich dieses Bild malte, hatte ich das Gefühl, vor einem Tor zu stehen. Dahinter lag für mich die abstrakte Malerei. Ich wollte lernen, mit weniger mehr zu sagen. Ruhiger zu werden – in meinen Bildern und auch in meinen Worten. Heute sehe ich dieses Tor anders. Ich muss nirgendwo mehr eintreten. Ich bin längst unterwegs. Deshalb durfte sich auch dieses Bild verändern. Heute heisst es GEFALLENER IKARUS. Nicht, weil er gescheitert ist. Sondern, weil er nach dem Sturz etwas begriffen hat. Rückblickend bin ich dieser Bemerkung sogar dankbar. Sie hat mich gezwungen, meinen eigenen Blick zu hinterfragen. Ohne diesen Moment gäbe es GEFALLENER IKARUS vielleicht nicht. Und eines ist mir wichtig: Ich übermale meine alten Bilder nicht, weil sie schlecht sind. Ich übermale sie, weil ich nicht mehr dieselbe Künstlerin bin. ICH HABE MIR DEN HIMMEL ZU FÜSSEN GEHOLT… Ich zerstöre mein eigenes Bild. Zumindest scheint es so. Unter diesem Bild lebt noch das ursprüngliche. Genauso wie meine Erfahrungen unter jedem neuen Werk weiterleben. Nichts wird ausgelöscht. Es verändert nur seine Form. Sicher habe auch dieses Bild einmal eine Geschichte. Heute kann ich mich nicht mehr an Sie erinnern. Was mir jedoch klar geworden ist: Dieses Bild stimmte für mich nicht mehr. Nicht nur, weil ich den ursprünglichen Impuls vergessen habe, sondern weil die Komposition nicht mehr meiner heutigen Wahrnehmung entsprach. Geblieben sind die Farben. Die Bearbeitung war keine kosmetische Korrektur. Mit der bewussten Drehung um 180 Grad veränderte sich die gesamte Erfahrung des Bildes. Der Raum öffnet sich, statt zu drücken. Oben links entsteht eine kaum sichtbare Geste – als läge hinter der sichtbaren Ebene noch etwas Verborgenes. Der Betrachter muss nicht wissen, dass der Himmel heute unten liegt. Vielleicht spürt er dennoch, dass sich etwas öffnet. Dass Licht stärker sein kann als Schwere. Dass das Bild nach oben führt, obwohl es fest im Boden verankert bleibt. Und dass hinter der dunklen Form etwas Helles wartet. Der Titel OMEN versteht sich nicht als Warnung, sondern als gutes Zeichen – als Hinweis darauf, dass sich etwas zum Guten wenden kann. Goldgelb, Orange und Rot tragen diese Stimmung von Wärme, Hoffnung und Aufbruch. Ich möchte keine spirituellen Versprechen machen. Es geht weder um Erleuchtung noch um Manifestation oder esoterische Symbolik. Meine Bilder entstehen aus gelebter Erfahrung. Für mich bedeutet Umkehr eine veränderte Lebenshaltung: den Blickwinkel wechseln, dem Schweren seine Macht nehmen und dem Leben wieder Raum geben – einen Raum, in dem Kraft weich sein darf und Hoffnung sichtbar wird. Ich habe mir den Himmel zu Füssen geholt, und der Raum öffnete sich wie eine Kelchblüte. Mich interessiert nicht der Durchbruch mit Gewalt, sondern jener stille Augenblick, in dem das Schwere seinen Platz verliert und das Licht Raum gewinnt. Davon erzählen meine Arbeiten: von einer existenziellen Umkehr – leise, offen und ohne Pathos. ICH LÖSCHE MEINE VERGANGENHEIT NICHT AUS. ICH BAUE AUF IHR AUF. Im alten Bild erscheint eine künstlich geordnete Welt: oben Licht, unten Erde, dazwischen eine harte Trennung. Die Farbflächen stehen nicht wirklich in Beziehung zueinander, sondern scheinen übereinandergeschichtet, wie auf Abstand gehalten. Das Bild wirkt geschlossen, aber nicht lebendig. Diese Ordnung hat etwas Gemachtes, fast Gewaltsames. Als wäre eine Wahrheit überdeckt worden, damit das Bild zusammenhält. Doch genau diese scheinbare Stabilität beginnt mit der Zeit zu bröckeln. Was zunächst als Komposition funktioniert, fühlt sich plötzlich fremd an. Die Form bleibt, aber sie trägt nicht mehr. In der Übermalung wird diese Fremdheit nicht versteckt, sondern sichtbar gemacht. Die helle Fläche mit dem Schriftzug. MEIN STEIN. wirkt wie ein Einspruch gegen das Alte, aber auch wie eine Aufforderung an sich selbst. Der STEIN DES ANSTOSSES. wird zum Auslöser der Veränderung. Nicht als dekoratives Zeichen, sondern als Störung, die notwendig war. So entsteht aus dem alten Bild kein einfaches übermalen, sondern eine Korrektur der inneren Wahrheit. Das Neue widerspricht dem scheinbar Harmonischen und macht gerade dadurch das Eigene sichtbarer. Die Arbeit ist abgeschlossen. Die alte Gefühlswelt auch. Es war, als hätte ich Stein für Stein etwas Unsichtbares abgetragen und die strenge Mauer durchbrochen, die mich so lange beengt hat. Rückblickend war es vor allem Ruhe. Nichts Spektakuläres, und doch etwas sehr Echtes. Ich habe mich selbst herausgefordert, und das war gut so. Trotz der intensiven Farben Rot, Orange und Schwarz sind die Bilder weich geworden. Sie tun den Augen nicht mehr weh. Wenn du dir selbst ein Bild machen möchtest – und vielleicht etwas ganz anderes darin entdeckst – findest du meine Werke im Restaurant ROTER STEIN in Zürich-Altstetten. Und ja. Sie dürfen auch mit nach Hause genommen werden.
STILLE SELBSTGESPRÄCHE – VISUELLE REFLEXIONEN In meiner Ausstellung präsentiere ich eine Sammlung abstrakter Malereien, die in ruhigen Kompositionen und einer Palette von Farben Rot, Blau, Grün und Braun. Diese Werke sind nicht nur Ausdruck meiner künstlerischen Vision, sondern auch tief verwurzelte Reflexionen über die Welt um uns herum und meine persönliche Lebensgeschichte. Die Verwendung von Acryl und Aquarell ermöglicht mir, die Vielschichtigkeit von Emotionen und Gedanken zu erfassen. Jedes Bild ist ein Dialog zwischen dem Inneren und dem Äußeren, ein Versuch, das Unaussprechliche in visuelle Form zu bringen. In Momenten, in denen mir die Worte fehlen, spreche, schreie oder auch schweige ich durch die Farben und Formen, die ich auf die Leinwand bringe. Einige meiner Werke sind inspiriert von historischen Ereignissen, die die Welt erschüttert haben. So reflektiere ich beispielsweise über die letzten Tage von Papst Johannes Paul II. (Wojtyla), dessen Sterben eine kollektive Trauer und Hoffnung in der Gesellschaft auslöste. Diese Emotionen finden ihren Ausdruck in sanften Blautönen, die sowohl Trauer, Ruhe und Melancholie vermitteln. Ein weiteres Bild thematisiert die Vergiftung in der U-Bahn in England – ein tragisches Ereignis, das uns an die Fragilität des Lebens erinnert. Hier nutze ich kräftigere Farben, um die Intensität des Schmerzes und der Angst darzustellen, die solche Ereignisse hervorrufen. Doch nicht nur die Weltgeschichte spiegelt sich in meinen Arbeiten wider. Auch meine persönliche Lebensgeschichte fließt in die Malerei ein. In Zeiten der Unsicherheit und des Zweifels, wenn ich das Gefühl habe, dass mir die Worte fehlen, finde ich Trost und Ausdruck in der Kunst. Jedes Bild wird zu einem stillen Schrei, einem Versuch, meine innersten Gedanken und Gefühle zu kommunizieren. Diese Ausstellung lädt den Betrachter ein, in die Tiefe der Farben einzutauchen und die Geschichten zu entdecken, die zwischen den Pinselstrichen verborgen liegen. Ich lade Sie ein, die Stille und die Emotionen zu erleben, die in jedem Werk mitschwingen, und vielleicht auch Ihre eigenen Reflexionen und Gefühle in diesen abstrakten Kompositionen zu finden.
Gemeinschaftsausstellung: Künstler der Galerie Kunstzüricsüd Eigenwillige Präsentation
Fotografie ist wie ein Erbe, das in einem festgehaltenen Testament bewahrt wird: Sie materialisiert und konserviert das, was im Begriff ist, zu verschwinden. Eine Momentaufnahme, die zeigt nicht nur, was einmal war, sondern lässt auch das Unsichtbare nachwirken. Eine Nähe, die längst vergangen ist, bleibt bestehen – wie die Stille, die zwischen Licht und Schatten atmet. Meine Bilder tragen eine Aura, nicht weil sie alles konkret zeigen, sondern weil sie etwas verbergen. Etwas, das jenseits des Sichtbaren liegt, zart und scheu. Es ist, als würde sich ein Gefühl einschreiben, das nicht in Worte gefasst werden kann. Manchmal, beim Betrachten, geschieht es, dass ein solches Bild zu uns spricht – mit einer Klarheit, die etwas in uns berührt. Etwas, das uns leise daran erinnert, dass wir verbunden sind, auch mit dem, was längst fort ist… Die hier gezeigten Bilder sind eine Reportage des bekanntesten Balletts «SCHWANENSEE», das 2018 unter der Choreografie von Heinz Spöri am Opernhaus aufgeführt wurde. Als Fotografin des Tages-Anzeigers hatte ich das Glück, zusammen mit anderen akkreditierten Fotografen an der Vorpremiere teilzunehmen. «SCHWANENSEE», das weltberühmte Ballett von Pjotr Tschaikowski, ist ein ikonisches Werk des klassischen Repertoires, das die Geschichte von Prinzessin Odette erzählt, die in einen Schwan verwandelt wurde und nur durch wahre Liebe erlöst werden kann. Es ist ein romantisches Märchen, eine Erzählung über die Macht der Liebe. Die Inszenierung ist ebenso märchenhaft wie die Geschichte und die Musik, die sie begleitet. Die Tänzerinnen tanzen nicht einfach; ihre grazilen Körper schweben wie Federn in die Ferne. Sie bewegen sich mit einer Leichtigkeit, hauchen lautlos vorbei, um sich in der Unschärfe der Bewegung aufzulösen, um wieder zu erscheinen. Es ist eine wunderbare Illusion der Magie, ein Zauber der Vorstellungskraft, den ich genauso festhalten möchte, denn ich sehe es wirklich. Ich verlasse mich nicht auf technische Vorgaben, wie das Vorprogrammieren meiner Nikon für scharfe Aufnahmen – das überlasse ich anderen. Stattdessen setze ich auf Automatik und Zufall, auf Elemente, die ich nicht kontrollieren kann, sondern nur erahnen, um die Geschichte, die ich festhalten möchte, zu erzählen: Der atmosphärisch transparente Tanz, wie ein Schleier im Wind und ein Hauch der Bewegung - bleibt nicht nur in meiner Erinnerung, sondern wird für immer so festgehalten, wie ich es mir gewünscht habe. Und erneut sage ich: Was für ein Glück…
GESICHTER ERZÄHLEN GESCHICHTE In dieser Ausstellung, unter dem Titel «GESICHTER ERZÄHLEN GESCHICHTE» wird das Porträt nicht nur als Abbild des Gesichts, sondern als lebendige Landschaft des gelebten Lebens verstanden, wo jedes Portrait eine Geschichte erzählt, die tief im Inneren verwurzelt ist. Sie zeigt Männer, die mit der Zeit zu interessanten Persönlichkeiten heranreifen, ihr Alter wird als Zeichen von Erfahrung, Anziehungskraft und Schönheit anerkannt, als ob das Leben sie veredelt und zu fesselnden Charakteren formt. Im Gegensatz dazu werden Frauen mit einem anderen Blick betrachtet, ihre natürliche Schönheit wird selten im Alter anerkannt, und der gesellschaftliche Druck führt dazu, dass sie als «alt» abgestempelt werden. Jedes Porträt ist eine Einladung, die Perspektiven zu wechseln und das Verständnis von Alter, Schönheit und Identität erneut zu hinterfragen. SELBSTPORTRÄTS ALS KOMMUNIKATIONSMITTEL: In meiner künstlerischen Arbeit habe ich mich über die Jahre intensiv mit Selbstporträts beschäftigt. Diese Werke dienen mir als Ausdrucksform, um das Spannungsfeld zwischen dem, was ich bin, und dem, was ich vor mir selbst zu verbergen versuche, zu erkunden. Es ist wichtig zu betonen, dass Selbstporträts nichts mit Eitelkeit zu tun haben. Aus der Kunstgeschichte wissen wir, dass sich Künstler selten mit einem Lächeln im Selbstporträt darstellen. Die Werke der alten Meister blicken uns ernst und direkt an. Das erste Kunstwerk eines Kindes dagegen ist oft ein Versuch, das Gesicht zu zeichnen, ein sogenannter KOPFFÜSSLER. Diese frühen Darstellungen, die typischerweise ab einem Alter von drei bis vier Jahren entstehen, bestehen aus einem Kreis für den Kopf (mit zwei Punkten für Augen und einen gebogenen oder geraden Strich für der Mund) und Strichlinien für Arme und Beine, wobei der Rumpf oft fehlt. Dies zeigt, dass nicht nur Kinder, sondern auch wir erwachsene zunächst den Körper visuell scannen, während wir das Gesicht bewusst wahrnehmen. Ist es fröhlich, traurig oder liebevoll? Diese Emotionen sprechen uns an, egal in welchem Alter wir sind; sie sind immer im Moment des Entstehens des Bildes präsent. Die im Laufe des Lebens entstandenen Selbstporträts sind nicht nur als Dokumente eines Dialogs mit uns selbst. Sie spiegeln die Transformation durch den Alterungsprozess wider, während die Augen und der Blick oft unverändert bleiben. Aus der Distanz können wir erkennen, was wir einst erlebt, gefühlt und gedacht haben. Unser Gesicht erzählt uns über die innere emotionale Welt, die wir unbewusst herausgeholt haben. DIE IDEE EINER RETROSPEKTIVE: Ich halte es für spannend, eine Retrospektive zu schaffen, die ausschließlich aus den vielen Selbstporträts besteht, die ich im Laufe meines Lebens gemalt, gezeichnet oder fotografiert habe. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen gemalten Selbstporträts und fotografischen Selfies: Beim Malen führt das Unterbewusstsein die Hand, während beim Fotografieren das Bewusstsein die Regie übernimmt. Ich weiß genau, wie ich mich vor der Kamera positionieren kann, welche meine besten Gesichtszüge sind und wie ich lächeln soll. Diese Inszenierungen sind in gewisser Weise künstlich-künstlerische Fiktionen, die bereits existierten, bevor die KI Einzug hielt. VIELFALT DER PORTRÄTS: In meiner Ausstellung präsentiere ich eine Vielzahl von Techniken, sowohl in gemalten als auch in fotografierten Porträts. Diese Werke zeigen nicht nur meine Freunde, sondern auch bekannte Persönlichkeiten, deren Gesichter und Facetten eine besondere Faszination auf mich ausgeübt haben. Mein Ziel ist es, möglichst realistisch zu bleiben und gleichzeitig eine versteckte Symbolik zu integrieren, die das Wesen der abgebildeten Personen offenbart. Das Gesicht spricht mich durch die, in Falten eingemeisselt innere Ruhe einer Person, die mich berührt, an. Selbstverständlich beeinflusst durch meine eigene Wahrnehmung, das Denken und Empfinden und die Welt, in der ich mich befinde, wie ich diese Gesichter sehe und zeichnerisch interpretiere.
Autobiografie Festival AUS DEM LEBEN LESEN in Heiden (Kt. Appenzell) mit spannenden Menschen, Geschichten und Diskussionen. Ich lese am Samstag, 29. Juni aus meinem Buch DIE GEBROCHENE LEBENSLINIE. Falls du Zeit und Lust sowie vor allem neugierig genug auf mein anderes ICH bist, sei herzlich willkommen… https://www.autobiografiefestival.ch https://www.autobiografiefestival.ch/speaker/blazenka-kostolna/
In dieser Arbeit geht es mir ums Ganze: Identität, Freiheit, Abhängigkeit, Macht, Gewalt, Sex und Hingabe. Ich folge den lustvollen Irrwegen des Lebens, der Sprachlosigkeit und der inneren Emigration inmitten der weltlichen, der Hörigkeit und bedingungsloser Hingabe auf der Suche nach dem ominösem «ich», welches oft in Selbstzerfleischung, statt Selbstfindung endet. So präsentiere ich egozentrische, selbstsüchtige, anklagende Selbstdarstellungen und Szenarien, die schönungslos ein menschliches Dasein widerspiegeln. Jedes Bild ist wie ein Schrei aus der Tiefe einer eingefleischten Liebessucht, der ehrlicher als eine Entblössung, ein seelischer Striptease der «Liebe eingeweihten Suchtverhalten» …
Meine Ausstellung trägt den Titel IM (IN MEMORIAM): VERSÖHNUNG & VERSUCHUNG. Hier zeige ich zum ersten Mal in der Schweiz mein Projekt Friedhof-Fotografie (vor allem aus einer anderen Welt), ein Thema, welches ich schon seit Jahren verfolge und das auch im heutigen Weltgeschehen sehr aktuell ist. Der Friedhof ist oft der einzige Ort der «VERSÖHNUNG» mit der Vergangenheit, etwa für Emigranten, die eines Tages nach Hause zurückkehren. Aber er ist auch ein Ort der letzten Begegnung mit Familienmitgliedern, die gestorben sind. Friedhöfe sind Orte des Mysteriums, von Leben und Tod, Ewigkeit und Vergänglichkeit und nirgendwo auf der ganzen Welt sind die Polaritäten so offensichtlich, nackt und nah beieinander, wie an diesen wunderschönen, stillen Orten. Der zweite Teil der Ausstellung: Die «VERSUCHUNG» bezieht sich auf die Herausforderungen des Diesseits und der körperlichen Lebendigkeit. Es ist eine Reise durch das, was war und in das, was ist.
49 Künstlerinnen und Künstler interpretieren Begegnungen
Performance mit Bilder, Musik und Text zur Thema SCHAM mit Claudia Mehl, Gemeindepfarrerin in Maschwanden und Knonau und Veronika Hvalic Organistin in Maschwanden
Eine ganz besonders interessante Ausstellung präsentiert der Verein kunstzürichsüd im Monat August. Der Verein bezweckt nämlich das künstlerische Schaffen in der ganzen Region Zürich Süd zu fördern, das gemeinsame Arbeiten anzuregen und Ausstellungen im In- und Ausland zu organisieren. So organisierte der Verein zwei Aktmalwochen vom 19. bis 25. September im Gemeinschaftsatelier in Adliswil und vom 23. bis 30. Oktober 2021 im Atelier von Walter Diem in Claro TI. Alle Teilnehmer dieses gemeinsamen Arbeitens, die Künstlerinnen und Künstler Martin Bachmann, Francis Bissat, Silvia Bonetti-Stenz, Walter Diem, Ulrike Dieckmann, Christian Keller, Blazenka Kostolna, Brigitte Stieger, Bettina Marion Ulrich und Annemarie Waibel zeigen ihre unterschiedlichen Werke. Das gemeinsame Arbeiten konzentrierte sich auf das Skizzieren des Aktmodels Natalia mit Oelmalstiften und dem Colorieren mit Holzbeize. Zwei der Künstler, Martin Bachmann und Walter Diem, fertigten ab Fotografien, die sie vor Ort machten, noch Skulpturen an. Der einzige Fotograf unter den Künstlern, Francis Bissat, verwandelt das Model Natalia in kunstvolle Fotokombinationen. Die Ausstellung zeigt auch Fotografien vom gemeinsamen Arbeiten und ein Video, das den Künstler Walter Diem beim Zeichnen zeigt. In 16 Minuten skizziert er das Model Natalia und coloriert es in einem zweiten Video mit Holzbeize. Für alle Teilnehmer war es ein einzigartiges Erlebnis gemeinsamen Schaffens und gegenseitiger Inspiration.
STORYTELLING Augenblicke - Unter diesem Titel präsentiere ich meine drei Konzepte zu den Themen «Scham-NoScham», «Adam & Eva» und «Corona». Ergebnis meiner Wahrnehmung, Selbstbetrachtung, sowie meines nachdenklichen Reflektierens der Geschehnisse der heutigen Zeit. Die Arbeiten sind nichts anderes als innere Bilder des Übergangs, die uns bewusst oder unbewusst ein Leben lang begleiten. Übergänge zwischen allgemeiner geschichtlicher Entwicklung oder privaten Lebenszeiten, das sind Themen meiner Konzepte. Oft geht es um eine biografische Rückschau, um eine Versöhnung mit dem, was unterwegs verloren gegangen und nun beim Malen wieder aufgetaucht ist.
Bilder, Musikvideo und Lesung zur Thema SCHAM
Die dritte FATart Fair Women* in arts für Frauen in den Künsten Mit 100 Zeitgenössischen Künstlerinnen - Produzentinnen
TAG DER TOTEN / DIGITAL MUERTOS Dock 18 Institut für Medienkulturen der Welt / Gemeinfreies Eigentum bei Public Domain: Hier entsteht eine Sammlung mit Werken unserer Geschichte. Die Autorinnen der Werke auf dieser Seite sind seit über 70 Jahren tot und damit gemeinfrei und laut können laut geltendem Urheberrecht frei kopiert, verändert und benutzt werden. Im Augenblick sind über 30000 Autorinnen aus den Jahren 1938-1950 erfasst. An diesem besonderen Abend sind 24 Werke von toten Autoren losgelöst und an Lebende verschenkt worden. Man könnte entscheiden, ob man das Werk vergessen will, dann wird es am 1.1.20 gelöscht oder ob man es weiterbearbeiten will, dann wird es gerettet. Mein Bild: SLEEPING WOMAN WITH FLOWERS des tschechisches Malers Jakub Ostrovsky ... Ich bin plötzlich virtuelle Besitzerin des Bildes «Sleeping Woman» (die Schlafende) von Jakub Ostrovsky, einem tschechischen Maler, geworden. Er, gestorben 1949, ich, geboren 1949. Diese Zahl ist nicht nur eine Zeitspanne zwischen Geburt und Tod und einigen Bildern dazwischen, sie verbindet uns. Seine und meine Welt. Mit dieser Zahl habe ich symbolisch die Staffel und sein Bild «Sleeping Woman» übernommen ...
Meine Biografie DIE GEBROCHENE LEBENSLINIE ist am 3. Februar 2020 an der Universität Zürich mit dem Schweizer Autobiografie-AWARD ausgezeichnet worden. Man kann sie auf www.meet-my-life.ch lesen.
COLLAGEN* ADAM UND EVA IN PROGRESS
Es wird mich freuen, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen